einfach mal abschalten…

Schon letzte Woche hatte ich mir den Freitag freigenommen, da ich als Monte-Mare Wellnesstesterin auserwählt wurde (Bericht folgt). Und wie es oft im Leben so geht hatte meine Schwester bei einem Bloggergewinnspiel auch eine Tageskarte gewonnen. So machten wir uns zu dritt gleich morgens um halb 6 auf den Weg in Richtung Allgäu. Wir wollten nämlich noch in Nesselwang dem Almabtrieb zusehen, da meine Schwester sowas noch nicht kannte. So waren wir bei bestem Wetter so gegen 9 am Ziel angekommen und warteten gespannt darauf, was denn nun passieren würde. Ich war ja schon öfters auf Almabtrieb und in jedem Ort läuft es ja anders ab. So waren es hier „nur“ ca. 100 Kühe während auf dem größten Viehscheid, wie der Almabtrieb auch genannt wird ca. 1000 Kühe zu sehen sind.

Wer das nicht kennt: Das Jungvieh kommt ja während der Sommermonate auf die Alm. Im September werden diese wieder ins Tal hinabgetrieben und am sogenannten Scheidplatz den jeweiligen Besitzern zurückgegeben. Wenn während dieser Sommermonate auf der Alm kein Unfall passiert ist, wird die Kuh, die den Almabtrieb anführt, festlich geschmückt. Wir hatten so auch letztes Jahr in Mittenwald den Almabtrieb ohne Kranzkuh erlebt – sehr schade, denn erstens ist da oben nicht alles gut verlaufen und zweitens fehlt diese reichlich geschmückte Kuh. 

Danach wollten wir das Wetter noch genießen und sind mit der Alpspitzbahn zur Mittelstation hochgefahren. Naja, das richtige Schuhwerk hatten ich zumindest nicht gerade an aber wir dachten nicht, daß der Wasserfallweg derart abenteuerlich sein würde. Über Stock und Stein, über Holzstege, unwegsame Wurzeln führte uns der Weg immer wieder von der einen zur nächsten steilen Passage. Puuh, da kam ich schon ganz schön ins Schwitzen zumal Holzstege nicht gerade meine Leidenschaft sind. Am Schluß aber kam dann der Hammer: Ich hoch oben, tief unten das Ziel und dazwischen Holztreppen so steil, wie man es sich kaum vorstellen kann. Zu meinem Entsetzen kamen uns da tatsächlich noch Leute entgegen, die zwei kleine Hunde dabei hatten. Mehrfach konnte sich der kleine Hund nur mühsam vor einem Absturz im letzen Moment hochrappeln. Sowas finde ich unverantwortlich zumal diese Holztreppen auch noch feucht und somit rutschig waren.

Auf solchen Wegen findet man natürlich auch immer wieder tolle Motive, die man nicht überall in dieser Art sieht. Ich bin ja immer der Meinung, daß man mit offenen Augen durch die Welt gehen sollte und so sieht man auch oft Dinge, die man sonst sicher übersehen hätte. Einige davon werde ich Euch demnächst mal zeigen.

Danach ging es gleich weiter und zunächst haben noch einen Abstecher zur Wieskirche unternommen, die auf unserem Weg lag. 

Wir hatten anscheinend viel Glück, denn von Menschenmassen, wie man immer wieder liest, blieben wir hier doch verschont. Weiter ging es dann nach Bad Tölz, wo wir in der Altstadt einen Cappuccino in der Sonne genossen. Das Cafe lag direkt in der historischen Altstadt, die an einem leichten Berg liegt, was ich so auch noch nirgends gesehen hatte. . Besonders sehenswert sind auch die Fassaden der alten Häuser – einfach toll. Man sollte auch unbedingt in die kleinen Gässchen gehen, hier findet man oft viel Sehenswertes:

Nun wurde es Zeit zu unserer gebuchten Unterkunft zu fahren, die nur 7 km vom Tegernsee entfernt lag… Fortsetzung folgt

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