…einfach mal Spaß haben: 1100 Jahrfeier in Münchsteinach

Vor zwei Wochen waren wir in Münchsteinach anlässlich der 1100 Jahr-Feier (wer sich an Günther Strack erinnert: Der bekannte Schauspieler wohnte bis zu seinem Tod 1999 in Münchsteinach und wurde auch hier beerdigt). Da das Wetter einigermaßen gut war, wollten wir uns das historische Treiben im Dorf gerne anssehen. Natürlich kamen auch Schwiegertochter und Virginia mit. Erstaunlicherweise wurden zu Beginn gleich mal 5€ „Eintritt“ kassiert- naja, für ein kleines Dorf fanden wir das doch ziemlich teuer, wenigstens mußten die Kinder nicht bezahlen. Nun denn, wir waren ja schonmal hier und wollten dann doch nicht einfach wieder nach Hause fahren. Viele Leute liefen in altertümlichen Gewändern herum. Gleich ein paar Schritte weiter gab es einen Luftballon-Weitflug-Wettbewerb und Virginia war natürlich voller Eifer mit dabei:

1100 Jahr-Feier in Münchsteinach mit Luftballon-Wettbewerb

Überall roch es lecker nach Bratwürsten und Kaffee und Kuchen. In einem alten Gehöft gab es leckeren selbstgebackene Apfel- und Käsekuchen für nur 1 € das Stück und der Kaffee war auch für 1,50 € zu haben. Wie gut, daß es in der angrenzenden Scheune schön kühl war, in der Sonne wäre es uns sicher zu heiß geworden. So ließ es sich aushalten und wie man sieht hatten wir auch hier viel Spaß dabei:

Kaffee und Kuchen in der Scheune Münchsteinach anlässlich 1100 Jahr-Feier

Gut gestärkt ging es dann weiter. Es gab viele alte Schlepper zu sehen und handgefertige Vogelhäuschen, wunderschön gestaltete Gartenanlagen, alte Feuerwehrspritzen, Musik und einen „Streichelzoo“. Hier konnten die Kinder Kaninchen und Meerschweinchen streicheln. Nebenan waren dann einige Gänse und ein Hängebauchschwein  -nicht zum Streicheln, nur zum gucken:

Streichelzoo in Münchsteinach zum 1100 Jahres-Feier

Dann ging es weiter zum Spielparcour. Hier durften die Kinder auf Pferden reiten – na gut, es waren nur zwei aber zum Glück waren genau zu dieser Zeit nur 3 Kinder vor uns. Da es nur 3-4 Runden waren, war es auszuhalten – Virginia ist ja wie die meisten Kinder auch ein bischen ungeduldig und lange warten ist ja wirklich nicht schön. 

Pferde zum Reiten auf der 1100 Jahr-Feier Münchsteinach

Aber nur so im Kreis ist ja langweilig: Hier durften die Kids mit „ohne Hände“ und „ohne gucken“ reiten und als wir schon dachten, nach 3 Runden wäre bereits Schluß durften die Kinder, die sich trauten, sogar rückwärts sitzend reiten. Klar, das Virginia als großes Mädchen das natürlich auch schon kann:

Virginia reitet rückwärts Diese 3 Runden waren viel zu schnell vorbei. Aber es gab ja noch viel mehr für die Kinder: ein Baumstamm-Weitwerfen und sogar ein Bullriding, wobei ja im früher alles von Hand gemacht wurde. So hatte ein Mann, der entsprechend gekleidet war, per Hand mittels einer Stange den Bullen richtig wild gemacht. Leider gibt es kein Foto hiervon, weil Virginia gleich wieder runter wollte. Ein Stück weiter konnten die Kinder zusammen an einem Strang ziehen und so einen kleinen Baumstamm in die Höhe ziehen. 

Das absolute Highlight an diesem Nachmittag war für Virginia aber die „Hüpfburg“. Versteht sich von selbst, daß es „damals“ noch kein Luftgebläse gab aber dafür machte diese hier mit Sicherheit viel mehr Spaß als heutzutage 3 Hüpfburgen zusammen:

mittelalterliche Hüpfburg: Strohballen zum toben

Auf diesen Strohballen zu toben ist super, da kann man außer 10000x raufklettern und runterhüpfen sogar mit dem losen Stroh sooo toll die Mama bewerfen. Virginia hatte soviel Spaß dabei und Nicole hatte Ausschlag vom Stroh am nächsten Tag.

Spät am Nachmittag waren wir dann so ziemlich durch. Virginia hätte sich gerne noch einen Tiger aufs Gesicht schminken lassen wollen, aber schon um halb 5 hatten die jungen Damen ihre Sachen beiseite gelegt und selbst der Schmollmund ließ sie nicht weichwerden – sehr schade sowas. Dafür hatte ich kein Verständnis… und wenn es nur eine kleine Blume oder sowas gewesen wäre – ich hätte kein Kind einfach so wieder weggeschickt…

Es war ein toller Tag, wir hatten alle viel Spaß und die 15 Euro „Eintritt“ für ein Stadtfest waren dann schnell vergessen 

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