Kopfschmerzen oder Migräne?

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Unterschiede Kopfschmerzen und MigräneLeider gehöre ich zu den Menschen, die unter Kopfschmerzen leiden. Immer wieder. Ständig. Wer ebenfalls darunter leidet wird wissen, wie übel das sein kann – und wie übel einen selber dabei werden kann. Und besonders schlimm ist es bei mir, wenn ein Wetterwechsel ansteht oder ich einfach viel zu wenig getrunken habe. Und wie ich erst vorhin im Radio hörte, steigt die Zahl der Migränepatienten ständig – und auch das Alter der Betroffenen wird immer jünger.

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal einen richtigen Migräneanfall erlitt, meinte ich, ich müsse sterben vor Schmerzen. Der Kopf tat mir so weh, dass mir sogar das Kissen, auf dem ich lag, unerträglich vorkam. Und dann diese Übelkeit… das war kein schöner Zustand. Abhilfe konnte damals nur der Notarzt schaffen, der mir eine Infusion anlag. Und so, wie das Mittel in meinen Körper glitt, wich die Übelkeit und auch die Schmerzen.

Was ist der Unterschied zwischen Kopfschmerz und Migräne?
Jeder empfindet Schmerzen anders und auch der Ort der Kopfschmerzen kann variieren. Ich bemerke Kopfschmerzen meist im Haaransatz im Nacken oder direkt an den Schläfen. Während manche Betroffene sich bei normalen Kopfschmerzen gerne an die frische Luft begeben, möchte man bei einem Migräneanfall nur liegen und seine Ruhe haben. Ich muß sogar die Rolläden schließen und brauche total Ruhe, da alles andere die Schmerzen nur verstärken würde. 

Migräne mit Aura

Migräne mit Aura
Als Aura werden einhergehende neurologische Symptome bezeichnet wie z.B. Seh- oder Gefühlsstörungen. Heute morgen erst hatte ich Migräne mit Aura, hierbei setzen Sehstörungen vor den Kopfschmerzen ein. Dies können Lichtblitze sein oder man hat nur noch ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Bei mir heute flackerte ein Halbkreis im rechten Auge, ich konnte am PC nichts mehr lesen und mir wurde ganz komisch. Da ich ständig betroffen bin weiß ich, dass ich bei den ersten Anzeichen nach einer Tablette greifen muß, um schlimmeres zu verhindern. Auch heute verschwand das Flackern kurze Zeit später und mir ging es wieder gut. Erschreckend hierbei finde ich jedoch, dass Migräne-Patienten mit Aura besonders schlaganfall-gefährdet sind. Verstärkt wird dies dann noch durch weitere Faktoren wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Nun gut, diese Faktoren sind bei mir zum Glück nicht gegeben aber die Angst bleibt dann doch..

Hilfe bei Migräne
Nicht jede Attacke ist gleich. So ein Flackern wie heute hatte ich bisher noch nie. Während oftmals 1 Tablette reicht, gibt es Fälle, da brauche ich 2 oder 3 Tabletten. Zunächst sollte man versuchen, den Auslöser der Attacken festzustellen (auch Trigger genannt). Hierbei wäre ein Schmerz-Tagebuch hilfreich, in dem man Dauer und Stärke der Schmerzen sowie Ernährungsgewohnheiten festhält. Fett, Süßigkeiten sowie Nikotin und Koffein sollte man wenn dann mäßig zu sich nehmen und lieber auf eine gesunde Ernährungs- bzw. Lebensweise achten. Auch Lärm oder starke Sonneneinwirkung können Auslöser sein und natürlich Stress. Regelmäßige Entspannungsübungen in Form von autogenem Training oder Yoga sowie etwas Sport können durchaus hilfreich sein. Gerade heute wurde wieder in den Medien berichtet, dass immer mehr Jugendliche und auch Kinder von Kopfschmerzen bzw. Migräne betroffen sind. 

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12 Kommentare zu Kopfschmerzen oder Migräne?

  1. Andrea sagt:

    Eine schöne Zusammenfassung, auch wenn der Grund nicht schön ist. Ich leide seit meinem 20. Lebensjahr an Migräneattacken. In den letzten Jahren sind sie zum Glück seltener geworden. Eine Aura hatte ich nie, wohl aber vor allem in jungen Jahren Übelkeit. Alles Gute dir!
    Liebe Grüße,
    Andrea

  2. Aleinad Redienhcs sagt:

    Ja, kein schönes Thema. Als Jugendliche hatte ich oft Migräne. Als ich dann Jahre später die Pille absetzte, war Migräne Geschichte. Vor 4 Jahren kam aber die Aura-Migräne dann. Als ich sie das erste mal bekam, dachte ich, ich verliere mein Augenlicht. Erst kein Schmerz. Nur weiße Bilder. Aber dann.. nun bin ich gewappnet. Sofort zur Tablette/-n gegriffen. Auslöser wird vermutlich Stress sein. Aber die Angst bleibt haften.

    Ich hoffe, bei dir kommt rs so schnell nicht wieder vor :/

    • ChrisTa sagt:

      Ja das war schon übel heute… Man weiß ja im ersten Moment gar nicht, was eigentlich gerade passiert. Ich ging dann erst einmal an die Luft, habe tief durchgeatmet und dann gleich zur Tablette gegriffen.
      Ich weiß ja, dass ich darunter leide – ohne Tabletten geh ich gar nicht mehr aus dem Haus weil man ja nie weiß, wann der nächste Anfall kommt.
      Dir auch gute Besserung… von einer Leidensgenossin

  3. Petra sagt:

    🙁 das will immer noch nicht richtig…

    Hallo Christa,
    Danke mal wieder für den informativen Artikel, ich hab fast jeden Monat 1-2 mal ziemliche Migräneattaken, mittlerweile merke ich recht früh wenn wieder solch ein Anfall im Anmarsch ist und greife frühzeitig zum Medikament.

    • ChrisTa sagt:

      Hallo liebe Petra, hast Du so ein Autofill-Programm? Evtl. liegt es ja auch daran. Wenn ich selbst kommentiere (ohne eingewählt zu sein) kommt auch immer die Straße.. Ich hab mal alles gelöscht, den Cache und den Verlauf auch.. mal sehen…
      Das hört sich bei Dir an wie bei mir… maannnnnn….Alles Gute

  4. testandtry sagt:

    Ich habe nicht ständig Kopfschmerzen. Wenn dann ein paar Mal im Jahr eine Migräne. Dann ist der Tag gelaufen. LG

    • ChrisTa sagt:

      hach, da beneide ich Dich drum… Ich habe mindestens 1-2 mal die Woche Kopfschmerzen, wache oft schon damit auf.. Wenn ich nicht schnell genug Tablette einnehme, kannste mich vergessen…

  5. Ich bin ja leider so ein Migränekanditat und habe lange gebraucht, bis ich ein Medikament gefunden habe, was zumindest bei einem Anfall mildert.
    Liebe Grüße!

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