Die Jahrhunderflut – kein Ende in Sicht

Aischgrund unter WasserENDLICH: Heute schien bei uns den ganzen Tag die Sonne und das Hochwasser ging bei uns schon stark zurück. Noch immer erschrecke ich über die vielen Meldungen, die derzeit aus Deggendorf, Dresden, Halle usw. eintreffen – wie furchtbar das alles ist. Nicht nur ganze Dörfer sondern auch die Autobahn  steht streckenweise unter Wasser -sowas habe ich noch nie gesehen. Und wenn dann das ganze Wasser endlich wieder abfliesst – wie in einigen Städten-Dörfern schon geschehen – bleibt der ganze Unrat, der Schlamm und die Aufräumarbeiten. Vielen wurde durch die Jahrhundertflut die Existenz genommen – die Betroffenen hoffen auf Hilfe und Unterstützung von allen Seiten und gerade jetzt kann man auch sehen, wie alle zusammenhelfen. Woanders steigt der Wasserpegel noch immer und obwohl heute den Tag über die Sonne schien ist ein Ende der Katastrophe noch nicht abzusehen. Denn wenn es so warm bleibt, werden sich die Mücken sehr wohlfühlen und sich rasch verbreiten…

Uns hat es zum Glück nicht allzu sehr getroffen, das Wasser ist so gut wie überall wieder weg und die Straßen wieder frei. Heute konnten wir auch mit Mandy wieder den gewohnten Spazierweg laufen und staunten nicht schlecht, wer sich über das Wasser in den Wiesen besonders freute:

Störche bei der Jahrhundertflut 2013

Wir zählten 12 Störche, die sich hier zu schaffen machten. Auch Enten tümmelten sich und als uns zwei Angler auf der Wiese entgegenkamen, musste ich doch fragen, was sie auf der Wiese suchen würden. Da die Aisch die bekannten Aischgründer Karpfen und viele andere Fische beheimatet bestand die Gefahr, dass diese auf den Wiesen um ihr Überleben kämpfen würden. Während auf der anderen Seite des Weges einige Fische eingefangen und zurück in die Aisch gebracht werden konnten, war hier zum Glück nichts weiter zu finden. Mandy fand es aber spannend und da ihre Angst vor dem Wasser nicht mehr so stark ist wagte sie sich sogar ganz nah heran:

Jahrhundertflut 2013 - auch bei uns Hochwasser

Auch hier: unter dem vielen Wasser noch viel mehr Dreck und Schlamm. Mandy sah nach dem Gassigehen dementsprechend aus – dabei stand hier das Wasser nicht mal annähernd so hoch wie in Bayern oder Sachsen und auch Österreich, Tschechien, Ungarn und sogar die Slowakei sind mittlerweilen davon betroffen. 

Ich hoffe sehr, das alles bald ein Ende haben wird und vielen geholfen wird, die scheinbar alles verloren haben oder noch verlieren werden… Es sollen heute wohl noch 30.000 Menschen evakuiert werden und wie man vorhin in der Sondersendung sah sind Helfer schon seit Stunden unermüdlich dabei, Sandsäcke zu füllen und an die wichtigen Stellen zu transportieren in der Hoffnung, das die Dämme halten und Schlimmeres verhindern.

Was ich mich nun frage: wieso wurden Milliarden in andere Länder gegeben, wo im eigenen Land das jetzt so nötig wäre…????

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