Raubtier- und Exotenasyl Ansbach-Wallersdorf

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***Ausflugstipp***Kinder***
Als mich heute mittag mein Sohn anrief und von einer Auffangstation berichtet dachte ich zunächst „hmm was das wohl wieder ein wird…“ Oft hat er irgendwelche Ideen, und wenn er sich was einbildet, dann müssen alle gleich und jetzt und möglichst sofort dahin. Nach ca. 45 Minuten Fahrt kamen wir dann an und was uns erwartete, möchte ich Euch gerne zeigen:

Zunächst wurden wir gleich am Eingang von einer sehr engagierten und ehrenamtlichen Mitarbeiterin freundlich in Empfang genommen. Sie hat uns so einiges über die Entstehung des Raubtier- und Exotenasyls e.V. erzählt und auch über die Schicksale, die den Tieren widerfahren sind, berichtet. 

Im Raubtier- und Exotenasyl in Ansbach-Wallersdorf werden Raubtiere aufgenommen, die z.B. durch die Polizei, den Zoll u.ä. beschlagnahmt wurden. Es sind Tiere aus Privatzoos beschlagnahmt worden, da die Tierhaltung in diesen sehr schlecht war und sich die Tiere teils untereinander schwere Mißhandlungen zuführten. So wurden z.B. auch Affenpapa von Affenkind getrennt, um Schlimmeres zu vermeiden.

Tiger und Kiara sind seit 2006 in Ansbach, die Tiger-Brüder Boris, Ussuri und Igor wurden hier 2006 geboren. Ihre Mutter kam damals trächtig von einem Zirkus nach Ansbach. Schade, daß wir – obwohl eigentlich nicht allzuweit weg – vorher nie von dieser Auffangstation gehört haben.

Jeden 1. Sonntag im Monat ist „Tag der offenen Türe“ und von 13 – 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei und jeder, dem was an Tieren liegt, wird sicher eine kleine oder größere Spende übrighaben.

Heute war auch ein Falkner vor Ort, der mit Uhu und einem Steinadler zu Gast war. Man konnte diese wunderschönen Vögel ansehen und sich für eine Spende mit den Greifvögeln fotografieren lassen (nicht mit dem Adler – wäre zu gefährlich)

Sind diese Tiere nicht wunderschön? Alleine schon diese Augen und das Gefieder..

Im Streichelzoo gibt es dann Frettchen, die man tatsächlich auch streicheln kann oder man geht mit ihnen ein bischen an der Leine spazieren. Man muß nur aufpassen, weil diese posierlichen Tierchen sich gerne in Jackenärmeln usw. verstecken möchten.

Im nächsten Gehege erwartete uns ein Polarfuchs und ein „normaler“. Wenn gerade weniger los ist, macht der nette Herr sogar mit dem mitgebrachten Foto oder Handy im Gehege Fotos, so daß man die Tiere ohne die Gitter ansehen kann.

Als wir im uns im Internet die Seite ansehen wußten wir erst nicht so recht, was wir von 14 – 17 Uhr in dem doch scheinbar kleinen Areal machen sollten. Da aber immer zur vollen Stunde eine Führung stattfindet, bei der uns alles Wissenswerte über die Tiere, deren Herkunft uvm. erklärt wurde, verging die Zeit wie im Flug. Man kann auch eigene Fragen stellen, auf die sehr nett geantwortet wird. Sehr aufmerksam fand ich auch, wie alle Helfer und Pfleger immer aufpassten, daß die Kinder nicht zu nahe an die Käfige kamen. Ich wunderte mich schon über eine Mutter, die scheinbar mehr auf die Tiere als auf ihr Kleinkind achtete und die Helfer dieses ständig von den Käfigen weghielten. 

Im Tigerkaffee konnten wir uns aufwärmen, es war trotz Sonnenschein doch ziemlich kühl da das Gehege zudem etwas im Wald liegt. Hier bekamen wir Kaffee und Kuchen zu  wirklich angemessenen Preisen und man konnte auch Fotos der Tiger ansehen, Plüschtiger in allen Größen bewundern und gaaanz vorsichtig damit spielen und an der Glasfront des Kaffees hingen Urkunden von Tierpatenschaften, die man ja hier auch übernehmen kann. 

Und schon war es 17 Uhr – Zeit für die Raubtierfütterung. Für einen Unkostenbeitrag von 5 € haben wir natürlich daran teilgenommen, wann kommt man schon mal zu so einer Gelegenheit. Man erklärt auch hier wieder, wie und was die Tiger zu fressen bekommen und in einer kleinen Gruppe von ca 20 Leuten bekommt man im Gegensatz zu Zoos usw. auch wirklich was mit. Imposant auch das Gehabe von Tiger Boris: Wenn sich der Pfleger scheinbar seinem Futter nähert möchte er damit eindrucksvoll zum Ausdruck bringen:
MEINS – Weg mit Dir

Und hier zeige ich Euch noch, welch Massen sich doch hinter so scheinbar kleinen Mietzekatzen befinden:

Ich hoffe, viele von Euch, die in Nürnberg-Würzburg und größerer Umgebung wohnen sind jetzt neugierig geworden und möchten diese wirklich absolut sehenswerde Raubtier-Auffangstation ebenfalls besuchen. Wie schon erwähnt ist jeden 1.Sonntag im Monat Tag der offenen Türe. Darüberhinaus kann man auch außerhalb dieser Zeit einen Termin vereinbaren und auch z.B. Geburtstage hier feiern. Alles Wissenwerte und tolle Fotos, Videos uvm. erfahrt Ihr auf der Homepage von www.raubkatzenasyl.de. Spenden und Tierpatenschaften sind für dieses tolle Projekt absolut notwendig: Im Jahre 2011 betrugen die monatlichen Ausgaben PRO MONAT 5.364, 33 € !!! 

Ich bin mir sicher, hier ist jeder Cent an der richtigen Stelle und man sieht auch, wie gut es den Tieren hier geht. Man kann die Erlebnisse, die diese Tiere teilweise hinter sich haben, nicht rückgängig machen aber hier versucht man, ihnen zu zeigen, daß es auch irgendwie ganz anders sein kann, auch wenn sie in ihren natürlichen Lebensraum nie wieder zurückgeführt werden können. 

4 Comments

  1. Puuuh, pro Monat 5.364, 33 € Ausgaben ??? Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Schon traurig was die Tiere durchmachen mussten. Aber jetzt sind sie auf alle Fälle in guten Händen!!! Davon hab ich mich gestern auch selbst überzeugt :).

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